Weder Krieg noch Frieden

Ein musikalisch-literarischer Salon

© J.Rötzsch

Mit diesem Salon werden verschiedene Seiten des Krieges, des Kriegsendes und der Nachkriegszeit mit Musik und Literatur beleuchtet.

Was beginnt mit dem Ende?

In Musik und Literatur werden Verstand und Gefühl der Umbruchszeiten gespiegelt. Vergleiche, Parallelen zu vergangenen und heutigen Kriegsszenarien werden gezogen.

 

Musikprogramm mit Violine, Gesang, Klavier:

Dramatische Sequenzen aus Beethovens Violinsonaten werden friedvollen Passagen gegenübergestellt.

Zu hören sein werden Melodien, die sowohl zu Kriegs- als auch zu Friedenszeiten gesungen wurden.
Weisen aus der Empfindung des Krieges, aus Sicht der Betroffenen, der Zurückgelassenen, der Kämpfenden.
Zeitlose Lieder von „Es geht ein dunkle Wolk´ herein“ bis zu Tucholskys Zeitgeist im „Graben“.

 

© J.Rötzsch

Salon K & K entwickelt musikalisch-literarische Programme und präsentiert ein Zusammenspiel von Literatur und Musik. In ausgewählten Themenrahmen erkunden sie Musik und Literatur und bringen Rationales und Emotionales in eine dramaturgische Form.

Johanna Krumin und Anna Barbara Kastelewicz faszinieren historische und zeitgeschichtliche Themen.
Zusammen mit ihren künstlerischen Gästen entwickeln Sie Programme zu verschiedensten Themen – fundiert recherchiert, mit Tiefsinn inszeniert.

 

Salon K&K

Anna Barbara Kastelewicz und Johanna Krumin mit Gästen

 

René Hofschneider – Lesung

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© Mirjam Knickriem

wurde in Detmold geboren und wuchs mit seinen zwei Brüdern in Berlin auf. Dort kam er im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal mit dem Theater in Kontakt und lernte in zunächst kleinen Rollen die Staatlichen Schauspielbühnen Berlins unter Hans Lietzau und Boy Gobert kennen.

Hier entdeckte ihn Hans Neuenfels für die Rolle “Ottokar” in seinem Film Schroffenstein nach Heinrich v. Kleist. Der Film wurde bei Salzburg gedreht, wo er dann auch seine Ausbildung am Mozarteum begann. Nach der Schauspielschule beschritt er den langen Weg durch die Provinz über Heidelberg, Aachen, Stuttgart und Marburg und kehrte schließlich zum Grips-Theater nach Berlin zurück. Mit wunderbaren Tourneen des Stückes LINIE 1 nach Australien, New York und Jerusalem vergingen fast 5 Jahre, bis vorerst Film und Fernsehen in den Vordergrund traten.

Neben verschiedenen Produktionen (Tatort, Wilsberg, Doppelter Einsatz, Soko Leipzig, Soko Wismar, Danni Lowinski, Unsere Farm in Irland, Der Dicke, Inga Lindström) spielte er die Hauptrolle in einer der ersten in Deutschland verwirklichten Sitcoms (Ein Job fürs Leben).

In den Drehpausen bildete er sich immer wieder weiter: während eines dreijährigen Seminars in der Meisterklasse von Jurij Alschitz (GITIS Moskau) lernte er die russischen Spielmethoden kennen, die mit dem Studium von Anatoli Wassiljew vertieft wurden.

Mit dem Stück Venedig im Schnee (2008) fand René zurück zum Theater und begann außerdem eine äußerst fruchtbare Kooperation mit Matthias Freihof. Im Zuge dieser bis heute andauernden Zusammenarbeit tourt René mit verschiedenen Stücken durch ganz Deutschland.

Neben der Schauspielerei studierte René Hofschneider die chinesische Medizin.

www.renehofschneider.de

Johanna Krumin – Sopran

über die Mikis Theodorakis sagt: “Johanna singt das so, dass man zuhören muss. Näher kann man mir als Musiker nicht sein.“*, studierte in ihrer Heimatstadt Berlin Gesang bei Prof. Renate Krahmer und Julia Varady (HfM Hanns Eisler).

© J.Rötzsch

Während des Studiums arbeitete sie fest angestellt im Rias Kammerchor Berlin.
Es folgten Bühnen-Engagements u. a. auf der Ruhrtriennale, an einigen deutschen Theatern, an der mongolischen Staatsoper Ulan Bator sowie an der Hamburger Staatsoper als Cover.
Als Konzert- und Oratoriensängerin sang Johanna Krumin u.a. auf dem Bachfest Leipzig, dem MDR Musiksommer, mit dem Leipziger Kammerorchester, dem Deutschen Kammerorchester, dem Gewandhaus-Oktett, dem Bach Collegium Berlin, dem BSO, dem Konzerthausorchester Berlin, der Potsdamer Kammerakademie, der Neue Westfälischen Philharmonie, dem Filmorchester Babelsberg, dem Bratislava Kammerorchester, auf verschiedenen europäischen Kammermusikfestivals, in Form von Rundfunkkonzerten und CD-Einspielungen.

Für die Rolle der Manon/Massenet wurde sie als beste Nachwuchssängerin des Jahres nominiert (Kritikerpreis).
Darüber hinaus kommt es regelmäßig zu künstlerisch-musikalischer Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Deutschem Bundestag, dem Auswärtigen Amt Deutschland, dem Olympiastadion Berlin, Phase 7 performing art und als Co-Trainierin mit dem Leadership Orchestra (inhouse trainings).

Neben regelmäßiger pädagogischer Tätigkeit folgte Johanna Krumin Einladungen workshops zu leiten wie z.B. “Le chant – Le Lied” auf der Deutschen Kulturwoche Benin/Afrika, Einladungen einen Artikel zu veröffentlichen in der Zeitschrift “Forum Kirchenmusik” über Textbehandlung im Singen und einen Vortag zu halten zum Thema “Verhältnis Wort und Ton beim Singen”.

Ihre aktuelle vom Bayerischen Rundfunk koproduzierte Lied-Solo-CD hat den supersonic award Schallplattenpreis gewonnen.

*(Athener Tagebuch Asteris Kutulas asti-blog.de 29.07.2015)

www.krumin.de 

Anna Barbara Kastelewicz – Violine

© J.Rötzsch

arbeitet als Solistin, Kammermusikerin und Konzertmeisterin. Mit Auftritten und Tourneen in Europa und Asien ist sie national und international präsent. Sie spielt Rundfunk-, Fernseh- und Tonträger- Aufnahmen ein. In ihren Projekten verbindet sie gern die verschiedenen Künste miteinander und moderiert ihre Konzerte.

Anna Barbara Kastelewicz gründete zwei Projektorchester, das „neue barockorchester berlin“ und das „neue konzertorchester berlin“, die sie als Konzertmeisterin selbst leitet. Von 2007 bis 2013 hatte sie die künstlerische Leitung des „Musikfestivals Lüneburger Heide“ inne, im Jahr 2016 gründete sie „Kulturschlaglicht / Brandenburgische Kulturfestspiele in Schlössern und Gärten“, ein Festival, das musikalische Aufführungen mit Licht- und Klangdesign, Vorträgen und Führungen durch die historischen Orte mit ihrem besonderen Flair verbindet.

Intensiv widmet sie sich der Musikwissenschaft. Sie forscht zum Thema “Musik in den Speziallagern der sowjetischen Besatzungsmacht 1945 – 1950 auf deutschem Boden”. Es ist ihr ein großes Anliegen, die dort entstandene und aufgeführte Musik und ihre Hintergründe in Vorträgen, Aufführungen und Aufnahmen wiederzubeleben und bleibend ins Gedächtnis zu rufen. In enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Kurt Hauschild erarbeitete Anna Barbara Kastelewicz die Interpretation seiner Werke, erstellte ein kommentiertes Werkverzeichnis und eine Edition seines 8. Streichquartettes „Jan Palach“.

Anna Barbara Kastelewicz ist als Lehrbeauftragte an Hochschulen für Musik tätig. Die gebürtige
Berlinerin lebt als freischaffende Künstlerin in Berlin.

www.kastelewicz.com

 

© Fotos: Jens Rötzsch/J.Krumin/ M.Knickriem